Farbholzschnitt zu Weihnachten 2017

Es weihnachtet nicht mehr sehr, die Lichtlein auf den Tannenspitzen blitzen nimmer mehr … Die leuchtenden Kinderaugen sind ermattet und starren gebannt auf das neue Smartphone. Das Jahr 2018 hat begonnen. Mein kleines Fitnessstudio vom Post SV quillt über vor Neuanmeldungen und im Schwimmbad herrschen japanische Zustände. Aber das ist kein großes Problem. Ich gebe den Neujahrsvorsatzsportlern höchstens noch zwei Wochen, dann ziehen wieder nur die üblichen Verdächtigen ihre Bahnen und die paar unermüdlichen Frühsportler bewegen wieder in Ruhe ihre Muskeln.
Dieses Blog ist genauso vernachlässigt wie die Körper dieser Januarathleten und ich hoffe, dass meine eigenen guten Vorsätze, hier wieder öfter zu schreiben, wenigstens bis Februar gelten.

Nähert sich die Adventszeit, setze ich mich an die Weihnachtskarte, den Höhepunkt meines Jahres. So viel habe ich über sie schon geschrieben und ungern möchte ich mich wiederholen, darum lege ich dem geneigten Leser diese beiden Artikel ans Herz Weihnachtskarte 2016 und Weihnachtskarte 2015

Wie schon die Jahre zuvor, wollte ich auch dieses Mal mich selbst übertreffen. Es wurden insgesamt 9 Farben und eine Auflage von 90 Stück, weil ich dieses Jahr ein paar Exemplare mehr für den freien Verkauf haben wollte.

Einiges sollte anders werden. Das fing schon damit an, dass ich nicht nur ganz viele kleine, sondern auch eine ganz große Kirschholzplatte verwendete, auf der die einzelnen Farbdruckstöcke lagen. Das sollte Material sparen. Nach einigen Jahren Dolomiten änderte ich auch die Geographie des Motivs. Dieses Jahr wählte ich einen alten Berghof bei Heiligenblut am Großglockner, in dem ich letztes und auch dieses Jahr die Weihnachtsferien verbrachte. 

Am allerwichtigsten aber ist, dass es nicht der Heilige Abend ist, an dem wir dieses Berg-Idyll erleben, sondern das Morgengrauen des ersten Weihnachtstages. Der Morgen an, dem der heilige Joseph nach einer schlaflosen Nacht neben einem unruhig quäkenden Kind nach draussen tritt, und mit Entsetzen feststellt, dass diese Nacht schon vorbei ist und er kein bisserl Schlaf finden konnte. Dass jetzt sicher bald seine ganzen Spezln und massenweise Hirten, Engel und heilige Könige vorbeikommen werden, und er mit jedem ein Schnapserl auf die Gesundheit seines Sohnes wird trinken müssen.

Für die, welche nicht alle Farbplatten sofort identifizieren konnten, habe ich hier einmal ein kleine Legende gebastelt.

1 Schwarz, 2 grau, 3 graugrün, 4 lichter Ocker, 5 Ocker, 6 rosa, 7 violett (Bokashi), 8 grauviolett, 9 hellblau

Und für die, welche nicht zum erlesenen Kreis der Weihnachtskartenbesitzer gehören, gibt es sie hier käuflich zu erwerben. Übrigens in der Premiumversion auf dem ganz, ganz guten japanischen Papier 🙂 (ja, das haben nur ganz wenige bekommen und noch weniger, werden es bemerkt haben)

 

2 Antworten

  1. Lutz sagt:

    Ich geh dann mal das Papier analysieren lassen.

    Schön, mal wieder was von Dir zu lesen.

  1. 28. Februar 2018

    […] mag ich Gertrude Degenhardts „Irishmure“. Und dann habe ich von meinem guten Freund Alexander Broy ein paar Farbholzschnitte, die ich besonders in Ehren […]

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